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German EGBGB

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EGBGB - Einführungsgesetz zum Bürgerlichen GesetzbuchArtikel 11 [Form von Rechtsgeschäften]Artikel 28 [Mangels Rechtswahl anzuwendendes Recht]German EGBGBArt. 11. [Form of legal transactions]Art. 28. [Applicable law in the absence of choice of law]

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EGBGB - Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch

Artikel 11 [Form von Rechtsgeschäften]

Translation (1) Ein Rechtsgeschäft ist formgültig, wenn es die Formerfordernisse des Rechts, das auf das seinen Gegenstand bildende Rechtsverhältnis anzuwenden ist, oder des Rechts des Staates erfüllt, in dem es vorgenommen wird.

(2) Wird ein Vertrag zwischen Personen geschlossen, die sich in verschiedenen Staaten befinden, so ist er formgültig, wenn er die Formerfordernisse des Rechts, das auf das seinen Gegenstand bildende Rechtsverhältnis anzuwenden ist, oder des Rechts eines dieser Staaten erfüllt.

(3) Wird der Vertrag durch einen Vertreter geschlossen, so ist bei Anwendung der Absätze 1 und 2 der Staat maßgebend, in dem sich der Vertreter befindet.

(4) Verträge, die ein dingliches Recht an einem Grundstück oder ein Recht zur Nutzung eines Grundstücks zum Gegenstand haben, unterliegen den zwingenden Formvorschriften des Staates, in dem das Grundstück belegen ist, sofern diese nach dem Recht dieses Staates ohne Rücksicht auf den Ort des Abschlusses des Vertrages und auf das Recht, dem er unterliegt, anzuwenden sind.

(5) Ein Rechtsgeschäft, durch das ein Recht an einer Sache begründet oder über ein solches Recht verfügt wird, ist nur formgültig, wenn es die Formerfordernisse des Rechts erfüllt, das auf das seinen Gegenstand bildende Rechtsverhältnis anzuwenden ist.

Artikel 28 [Mangels Rechtswahl anzuwendendes Recht]

(1) Soweit das auf den Vertrag anzuwendende Recht nicht nach Artikel 27 vereinbart worden ist, unterliegt der Vertrag dem Recht des Staates, mit dem er die engsten Verbindungen aufweist. Läßt sich jedoch ein Teil des Vertrages von dem Rest des Vertrages trennen und weist dieser Teil eine engere Verbindung mit einem anderen Staat auf, so kann auf ihn ausnahmsweise das Recht dieses anderen Staates angewandt werden.

Translation (2) Es wird vermutet, daß der Vertrag die engsten Verbindungen mit dem Staat aufweist, in dem die Partei, welche die charakteristische Leistung zu erbringen hat, im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder, wenn es sich um eine Gesellschaft, einen Verein oder eine juristische Person handelt, ihre Hauptverwaltung hat. Ist der Vertrag jedoch in Ausübung einer beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit dieser Partei geschlossen worden, so wird vermutet, daß er die engsten Verbindungen zu dem Staat aufweist, in dem sich deren Hauptniederlassung befindet oder in dem, wenn die Leistung nach dem Vertrag von einer anderen als der Hauptniederlassung zu erbringen ist, sich die andere Niederlassung befindet. Dieser Absatz ist nicht anzuwenden, wenn sich die charakteristische Leistung nicht bestimmen läßt.

(3) Soweit der Vertrag ein dingliches Recht an einem Grundstück oder ein Recht zur Nutzung eines Grundstücks zum Gegenstand hat, wird vermutet, daß er die engsten Verbindungen zu dem Staat aufweist, in dem das Grundstück belegen ist.

(4) Bei Güterbeförderungsverträgen wird vermutet, daß sie mit dem Staat die engsten Verbindungen aufweisen, in dem der Beförderer im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses seine Hauptniederlassung hat, sofern sich in diesem Staat auch der Verladeort oder der Entladeort oder die Hauptniederlassung des Absenders befindet. Als Güterbeförderungsverträge gelten für die Anwendung dieses Absatzes auch Charterverträge für eine einzige Reise und andere Verträge, die in der Hauptsache der Güterbeförderung dienen.

(5) Die Vermutungen nach den Absätzen 2, 3 und 4 gelten nicht, wenn sich aus der Gesamtheit der Umstände ergibt, daß der Vertrag engere Verbindungen mit einem anderen Staat aufweist.

German EGBGB

Art. 11. [Form of legal transactions]

Original (1) A legal transaction is formally correct if the form requirements of the law which is applicable to the legal relation creating its substance, or the law of the state in which it is transacted, is complied with.

(2) If a contract is made between persona who live in different states, it shall be formally correct if it complies with the form requirements of the law which is applicable to the legal relation creating its substance, or with the law of one of these states.

(3) If the contract is made by a representative, the determinant for the application of subarticles (1) and (2) is the state where the representative lives

(4) Contracts, the subject of which is a real right over a plot of land or a right to exploit a plot of land, are subject to the compulsory rules relating to form of the state in which the plot of land is situated, insofar as under the law of this state these are applicable without regard to the place where the contract was made or the law which governs it.

(5) A legal transaction which gives rise to a right to a thing or which disposes of such a right is formally correct if it complies with the form requirements of the law which is applicable to the legal relation creating its substance.

Art. 28. [Applicable law in the absence of choice of law]

(1) Insofar as the law applicable to the contract has not been agreed upon as provided in Art. 27, the contract is governed by the law of the state with which it Shows the closest connections. If, however, a part of the contract is separable from the remainder of the contract and this Part Shows a closer connection which another state, the law of the other state may be made applicable to it by way of exception.

Original (2) It is presumed that the contract Shows the closest connection with the state in which the Party, which is required to make the specific Performance, had his usual residence at the conclusion of the contract or, if a company, an association or a juristic Person is concerned, it had therein its head Office. !f, however, the contract was made in the exercise of a Professional or vocational activity of such Party, it will be presumed that it Shows the closest connection which the state in which he has his head Office or in which, if the Performance is to be made by another Office than the head Office, that other Office is located. This subarticle shall not apply if the specific Performance cannot be determined.

(3) Insofar as the subject matter of the contract is a real right in a Plot of land or the right of use of a Plot of land, it is presumed that it Shows the closest connection to the state in which the Plot of land is located. [...]

[Translation adopted from Goren, Simon L., The German Civil Code, Littleton 1992]

Referring Principles

Trans-Lex Principle: XIV.2 - Law applicable to international contractTrans-Lex Principle: XIV.3 - Rule of validation/Lex validitatis
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